pfalzweinproben


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11 Pfälzer im Vinum-Rotweinpreis 2014 ganz oben dabei!

Wie http://www.pfalz.de gerade veröffentlicht hat, hat die Pfalz mal wieder richtig abgeräumt… Ich bin momentan unterwegs und kopiere deshalb den Artikel einfach komplett:


Einmal Platz 1 und je fünfmal Platz 2 und Platz 3 – das ist die sehr gute Bilanz für die Pfalz beim diesjährigen Rotweinpreis. Kein anderes deutsches Anbaugebiet erreichte so viele Auszeichnungen. 4 Weine aus der Pfalz stellen die komplette Siegerliste in der Kategorie »Spätburgunder«: Uli Metzger aus Grünstadt-Asselheim mit 2012er Pinot Noir »Arthos« auf Platz 1, Rings, Freinsheim, mit 2009er Réserve auf Platz 2 und nochmals mit einem 2012er Freinsheimer Spätburgunder ebenso wie Oliver Zeter, Neustadt, mit 2011er Pinot Noir Réserve auf Platz 3 in der sogenannten »Königsklasse«. Der Name »Rings« steht insgesamt viermal in der Siegerliste von Vinum, es gab noch einen 2. Platz für 2011er St. Laurent Réserve und einen 3. Platz mit der (legendären) Rotweincuvée „Das Kreuz“, diesmal mit dem Jahrgang 2012. Auch der Name »Metzger« taucht nochmals unter den Siegerweinen auf: Die Cuvée 2012 Cabernet Sauvignon & Merlot erreichte Platz 2. In der Kategorie Neuzüchtungen belegt das Weingut Altes Schlösschen aus St. Martin mit 2011er Dornfelder »Edle Eiche« Platz 2 und Dorst & Consorten mit 2012er Pinotage Réserve des Weinguts Bietighöfer Billigheim-Ingenheim Platz 3. Das Weingut Wageck-Pfaffmann aus Bissersheim erreicht bei den »Klassikern« Platz 3 mit 2012er St. Laurent Réserve, das Weingut Frey aus Essingen in der Kategorie »Edelsüß« Platz 2 mit 2010er Cabernet Sauvignon/Merlot Eiswein.

Herzlichen Glückwunsch an alle Weinmacher!!! Cheers

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Weingut Koehler-Ruprecht verlässt den VDP

Gerade kommt diese Mitteilung, die sicherlich viele Weinfreunde bewegen wird. Wenn eine Ära zu Ende geht, halten wir wohl alle einen Moment inne… Aber so ist das Leben, ein steter Wandel – und alles bleibt nie so wie es immer war. Sicherlich ein Entschluss, der sowohl für das Weingut als auch für den VDP am Ende tragbar sein wird.

 

Pressemitteilung des Weinguts Koehler-Ruprecht

Als langjähriges Mitglied im „Verein der Naturweinversteigerer der Rheinpfalz“ gehört das Weingut Koehler-Ruprecht seit 1926 dem heutigen VDP an. Eine Tradition, die alle Beteiligten mit Stolz erfüllt.

Diese Ära endet nun. Das Weingut verlässt die Reihen des VDP zum 31.12.2014. Geschäftsführer Dominik Sona und die Besitzerfamilie Sauvage bedauern es sehr, diesen Schritt gehen zu müssen.

Der Austritt des Weinguts steht am Ende einer langen Entwicklung, zu dessen Beginn 1997 eine gemeinsame „Erklärung zur Lage“ mehrerer Weingüter, darunter auch Koehler-Ruprecht, stand. Darin wurden Kriterien für die Erzeugung hochwertiger trockener Rieslinge aus besten Lagen festgelegt.

Der Grund unseres Austritts beruht im Wesentlichen auf der Übereinkunft der Kollegen, dass künftig alle trockenen Weine nur noch als Qualitätswein bezeichnet werden sollten und damit angereichert werden dürfen.
Koehler-Ruprecht hingegen produziert aus Überzeugung Prädikatsweine, die in der ursprünglichen Tradition der Naturweinversteigerer stehen. Nicht angereicherte Moste sind für uns die Voraussetzung für authentische Weine, die ihren Jahrgang widerspiegeln.

Weiterhin sieht die neue VDP-Klassifikation mit dem Lagenverbrauch vor, dass aus einer „VDP.GROSSE LAGE“ – und als diese ist unsere wichtigste Lage Kallstadter Saumagen klassifiziert – nurmehr ein trockener Rieslingwein erzeugt werden darf. Eine Einschränkung, die unserer Philosophie diametral gegenübersteht und gegen unser Credo, kompromisslose Weine zu erzeugen, verstößt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass nicht das Bezeichnungsrecht einen großen Wein definiert, sondern nur der Wein selbst.
Da die 2012 im „Neustadter Beschluss“ festgelegte Klassifikation von allen VDP-Betrieben mit dem Jahrgang 2012 umgesetzt werden muss, sind wir gezwungen, die Mitgliedschaft zu beenden.

Die Rolle der trockenen Prädikatsweine für Koehler-Ruprecht

In unserer Hauslage Kallstadter Saumagen, die durch unsere Weine weltweite Bekanntheit erlangte, erreichen wir durch verschiedene Lesedurchgänge eine Vielzahl an (trockenen!) Prädikatsweinen, die aufgrund ihrer Grundverschiedenheit in puncto Alkohol, Dichte und Mineralität ihre Berechtigung haben.

Wir möchten auch weiterhin in der Tradition des Naturweins stehen. Ein Begriff, der zwar seit 1971 nicht mehr geführt werden darf, für Koehler-Ruprecht aber nach wie vor große Bedeutung besitzt.

Die Prädikate richten sich nicht streng nach den Oechslewerten, der Reifemessung, sondern vielmehr nach dem Geschmack. Sie beschreiben den Charakter der Weine: Die leichtesten und eher erfrischenden Essenbegleiter werden als Kabinett bezeichnet, die am stärksten von der Mineralität geprägten Rieslinge als Spätlese und die komplexesten als Auslese. Die Trauben mit dem feinsten Aroma sind die Grundlage für die „R“ und „RR“-Rieslinge, die als Reserve erst nach bis zu 7 Jahren Reife in den Verkauf kommen.

Zu den neuesten Entwicklungen in der Geschichte des Weinguts Koehler-Ruprecht

Mit dem seit einigen Jahren geplanten und 2009 realisierten Verkauf ging eine Familienära zu Ende. Die neuen Besitzer, die Familie Sauvage, der auch das Weingut Burn Cottage gehört, ist dem Weinbau von Herzen verbunden.

Bernd Philippi war dem Weingut auch danach noch ein wertvoller Ratgeber, die treibende und den Stil bewahrende Kraft ist jedoch seit mehr als 4 Jahren Dominik Sona.
Er und sein Team führen das Weingut im Sinne von Bernd Philippi weiter.

So steht Koehler-Ruprecht auch weiterhin für: Lange Reife der Trauben am Stock und der Weine im traditionellen Holzfass sowie lange Flaschenreife bei den Top-Qualitäten und einer Klassifikation nach Prädikaten, um der Überzeugung vom einzigartigen Koehler-Ruprecht-Stil besonderen Ausdruck zu verleihen. Der Stil von Koehler-Ruprecht kennt keine Moden.
Gerne beantworten wir Ihre Fragen

Felix Eschenauer
Public Relation
Buero Medienagenten
T +49 6322 941940
eschenauer@medienagenten.de
medienagenten.de

Dominik Sona
CEO
Weingut Koehler-Ruprecht GmbH
T +49 6322 1829
ds@koehler-ruprecht.com
koehler-ruprecht.com


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Müsli ohne Müsli

Heute mal etwas, das nichts mit Wein zu tun hat, sondern eher mit Frühstück. Von einer lieben Freundin in Schweden habe ich dieses Rezept bekommen, das ich nun schon seit Monaten anwende und von dem ich nie genug kriege. Weil es immer wieder so gut schmeckt. Kein Getreide, nur Nüsse, leicht im Ofen geröstet. Nebenbei noch als Proteinquelle sehr gesund und sättigend.

Nussmüsli

Nussmüsli

 

Nuss’müsli’ Rezept:

2 dl gehackte Mandeln (ich hacke alle Nüsse von Hand mit dem Messer)
1 dl gehackte Haselnüsse
1 dl gehackte Pistazien
1 dl gehackte Walnüsse
1 dl gehackte Sonnenblumenkerne
1 dl Kokosflocken (kann man auch weglassen)
2-3 EL Kokosöl (anwärmen, bis es flüssig wird)
1 EL flüssiger Honig
etwas Vanilleextrakt (flüssig, kaufe ich online)

Alles gut vermischen, auf dem Backblech ausbreiten und bei 150° C 20-30 min rösten. Ab und zu rühren, darf nicht zu dunkel werden.

Nachdem es abgekühlt ist, in einem verschließbaren Glas aufbewahren. Schmeckt klasse über Naturjoghurt und Beeren.

Guten Morgen!

Guten Morgen!


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Weinblogger goes Wurstmarkt

Vor einigen Wochen luden die medienagenten nach Bad Dürkheim zur Weinprobe ein. 5 Winzer waren mit ihren Weinen präsent und aus nah und fern waren die Blogger angereist. Ein Treffen mit Tradition, das immer mit einem Spaziergang über den Michelsberg und dem anschließenden Besuch des Wurstmarkts abgerundet wird. Das größte Weinfest der Welt findet in 2 Jahren zum 600. Mal statt. (Das gibt ein Fest!….) Die Wurzeln liegen in den Wallfahrten zur Michaelskapelle, die irgendwann Händler und Gaukler anzogen, woraus der Michaelismarkt entstand – der Vorgänger des heutigen Spektakels, zu dem dieses Jahr rund 640.000 Besucher gekommen waren. Alle ausgeschenkten Weine stammen von Bad Dürkheimer Weinbaubetrieben.

Die medienagenten sind bekannt als die Branding Agentur mit dem roten Faden, die ihren Klienten zur starken Marke verhilft. Mit Dirk Paulus und Christoph Ziegler waren 2 der Köpfe des Teams anwesend und sie haben souverän locker für eine gute, entspannte Atmosphäre gesorgt. Und nebenbei noch gegrillt… Was übrigens erst sehr verlockend roch und dann auch noch ganz ausgezeichnet schmeckte. (Sorry, keine Bilder)

Bloggertreffen medienagenten

Bloggertreffen medienagenten. Ganz rechts im Bild Jan Eymael, daneben Johann Fitz.

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Bloggertreffen medienagenten. Ganz links Stephan Schwerdt, rechts vorne Ruth Goldbach, dahinter verdeckt Alexander Pflüger.

Zur Weinprobe:

Los ging es mit dem 2013 Riesling Kalkriff trocken von Hanewald-Schwerdt für 8 €
Ein trockener, gelbfruchtiger Wein mit guter Struktur und schöner Balance. Ein Riesling für jeden Tag. Not too much and easy to drink.

Die Trauben für diesen Wein reifen in Leistadt heran, auf Kalkunterlagen, die nur von einem halben Meter Boden bedeckt sind. Das Weingut wird von 2 Familien geführt und bewirtschaftet rund 24 ha Weinberge, verteilt auf Lagen in Leistadt, Bad Dürkheim, Deidesheim und Ruppertsberg.

Bloggertreffen medienagenten. Riesling Hanewald-Schwerdt und Pflüger

Bloggertreffen medienagenten. Riesling Hanewald-Schwerdt und Pflüger

2013 Riesling Dürkheimer Michelsberg (trocken), Weingut Pflüger, 14.50 €
Apfel, Strohwürze und Hefetöne, eine gewisse Tiefe sowie mineralische Töne machen diesen trockenen Wein (4.5 g RZ) zum Vergnügen. Laut Alexander Pflüger lag dieser Riesling im großen Holzfass und bis Mai auf der Hefe, was geholfen hat, die prägnante Säure gut einzubinden. Uns hat er überzeugt.

Zur Lage schreibt der VDP.Pfalz: MICHELSBERG, BAD DÜRKHEIM. Der Michelsberg in Bad Dürkheim liegt auf einer Höhe von ca. 150 m über NN und ist lediglich 4,8 Hektar groß. Die ehemalige Gletscherinsel östlich von Bad Dürkheim ist nach Süden geneigt. Die Weinberge sind in Terrassen angelegt, die nie flurbereinigt wurden. So ist dieser frostgeschützte, luftige Südhang von Sandsteinmauern umgeben, die zusätzlich zur optimalen Sonneneinstrahlung nochmals Wärme speichern und in der Nacht abgeben. Den Namen erhielt die Lage von der Wallfahrtskapelle St. Michael, die bis zum Jahre 1601 dort stand. Der Boden ist geprägt von kräftigem Kalk-Mergel.

Zum Weingut gehören rund 25 ha Weinberge. Bereits seit den 80er Jahren ein Bio-Betrieb, ist man seit 2007 den nächsten Schritt gegangen, zur Biodynamie, zertifiziert von Demeter und Ecovin. Alexander Pflüger gehört zu den VDP.Spitzentalenten.

Bloggertreffen medienagenten. Scheurebe SP Pfeffingen

Bloggertreffen medienagenten. Scheurebe SP Pfeffingen

2013 Scheurebe SP (trocken), Weingut Pfeffingen Fuhrmann-Eymael, 17 €
Schwarze Johannisbeere, exotische Frucht, holzwürzig, kräuterig. Ein Wein mit Finesse und Spannung, der auch ruhig noch ein wenig reifen darf. Trocken, mit 4 g RZ, hat er mir richtig gut gefallen. Ausgebaut in französischer Eiche, hat dieser Wein eine sehr interessante eigene Note. Jedenfalls war es für mich die erste Scheurebe dieser holzwürzigen Art. Sehr schön.

SP = Selektion Pfeffingen, umfasst die besonderen Weine aus Rebsorten, die nicht GG-Status genießen. Jan Eymael und seine Frau führen heute das Weingut zusammen mit seiner Mutter, die es wiederum von ihren Eltern übernommen hatte. 15 ha umfasst der VDP- Betrieb, den man schon lange zu den besten Weingütern der Pfalz und Deutschland zählt.

Bloggertreffen medienagenten. Roter Fitz, Fitz-Ritter

Bloggertreffen medienagenten. Roter Fitz, Fitz-Ritter

Weiter ging es mit einem Rotwein:
2012 Roter Fitz, Fitz-Ritter, 8.50 €

Eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Saint Laurent und Pinot Noir mit recht tiefer, blauroter Farbe. Animalisch, pfeffrig, beerig, würzig. Gut. Ein trockener Wein mit sanften Tanninen.

Sanft war wohl nicht der Namensgeber, der “Rote Fitz”, der als Anführer der Winzer im Kampf gegen hohe Zölle maßgeblich am Hambacher Fest beteiligt war. Im darauffolgenden Exil lernte er die Kunst der Champagner-Herstellung, was mit seiner späteren Rückkehr zur Gründung der ersten Sektkellerei der Pfalz führte.

Zum VDP-Weingut gehören 25 ha, die seit 2007 ökologisch bewirtschaftet werden. Neben den historischen Weinkellern laden der Garten, der zu den schönsten der Pfalz zählt, und die Rebarena zu Veranstaltungen ein. Hier findet demnächst auch wieder die winerotation statt.

Bloggertreffen medienagenten. Einblicke, Darting.

Bloggertreffen medienagenten. Einblicke, Darting.

2012  Einblicke Rotweincuvée, Darting 10 €

Die Pfälzer Antwort auf Neue Welt Fruchtbomben, so in etwa kann man ihn zusammenfassen. Ein Riesenerfolg in Bars, wo man gerne sehr dunkle, sehr fruchtige Rotweine trinkt, deren Tanninstruktur nicht allzu fordernd ist. Cabernet Dorsa, Acolon und Spätburgunder sind die Rebsorten, ausgebaut wurde er im großen (5000 l) Holz.

Zum Weingut gehören 25 ha Weinberge, die überwiegend in Bad Dürkheim liegen. Die Rebsorten sind vielfältig. Helmut Darting ist Mitglied im Barrique Forum und auch bekannt für seine Sensorikseminare. Er konnte an dem Abend nicht selbst dabei sein, wurde aber von seiner Partnerin Ruth Goldbach würdevoll vertreten.

 

Während und nach der Probe gab es interessante Diskussionen darüber, dass man als Weingut mit pfälzer Tradition gerne jeden Besucher kostenfrei Wein probieren lässt. Aber man sieht auch, dass die anspruchsvolle Weinprobe als Veranstaltung immer populärer wird und deshalb werden mehr und mehr besprochene Weinproben gegen Bezahlung angeboten. Beides ist wichtig, um den Anforderungen der verschiedenen Kundenstrukturen gerecht werden zu können.

Besonders hervorgehoben wurde, dass man sich über JEDEN Kunden freut, der zu Besuch kommt – auch wenn nur eine Flasche gekauft wird. Also: nix wie hin in die Weingüter!

Ja und dann war es Zeit für den Wurstmarkt, wo im Weindorf am Stand von Stephan Schwerdt noch einiges probiert wurde. Ich musste jedoch los und war ganz ehrlich nach inzwischen 5 Weinproben in 48 h irgendwie auch ganz Riesling-zufrieden…

Herzlichen Dank an die medienagenten und die Weinmacher des Abends, jetzt wissen wir wieder ein wenig mehr über Bad Dürkheim und die Weine!

 

www.medienagenten.de

www.hanewald-schwerdt.de

Weingut Pflüger: www.emotionsdesign.de

www.pfeffingen.de

www.fitz-ritter.de

www.darting.de

www.duerkheimer-wurstmarkt.de

 


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Safranernte in Venningen

Im Weinessiggut Doktorenhof gibt es die feinsten Essige, die man trinken kann. Seit letztem Jahr gibt es sogar den eigenen Safran für den feinen Safranbalsam, dem Essig für feine Fischsuppen, Ajoli, Risotto, Paella, aber auch zum Backen eignet er sich ganz hervorragend.

Nun ist die Zeit der Safranernte und gestern war der Südwestfunk zu Gast, hier ist der Film dazu:

http://swrmediathek.de/player.htm?show=a19fac00-4fd2-11e4-b9d0-0026b975f2e6

Safranernte in Venningen

Safranernte in Venningen © http://www.doktorenhof.de

www.doktorenhof.de


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Nonnenberg trifft Gaisböhl – Monopol-Lagen unter sich

Das Motto der Vertikalverkostung im Weingut Dr. Bürklin-Wolf klang vielversprechend. Und es war tatsächlich ein besonderes Erlebnis für uns Weinfreunde!

Nonnenberg trifft Gaisböhl

Nonnenberg trifft Gaisböhl

Theresa Breuer erklärt ihre Weine

Theresa Breuer erklärt ihre Weine

Aus dem Rheingau war Theresa Breuer vom Weingut Georg Breuer, einem der berühmtesten deutschen Weingüter, gekommen. Mitgebracht hatte sie 3 Rieslinge aus der Monopollage Rauenthaler Nonnenberg. Die rund 6 ha umfassende Lage liegt ca 20km von Rüdesheim entfernt und gehört seit 1990 zum Weingut dazu, das mit den Weinbergen im berühmten Rüdesheimer Berg  insgesamt rund 33 ha Reben hat. Die Bewirtschaftung des Nonnenbergs bedeutet aufgrund seiner Entfernung einen gewissen, nicht unerheblichen, extra Aufwand, den man auf sich nimmt, da die Weine von hervorragender Qualität sind.

Zur Beschreibung der Lage schreibt wein-plus.eu: Einzellage in der Gemeinde Rauenthal im deutschen Anbaugebiet Rheingau. Der Name leitet sich vom ehemaligen Nonnenkloster Tiefenthal ab, unter dessen Besitztum der Berg gerodet wurde. Sie ist von weitem durch die auf halber Höhe liegende Villa im spätklassizistischen Stil erkennbar. Der nach Süden bis Südwesten ausgerichtete Weinberg in 110 bis 180 Meter Seehöhe mit 30 bis 55% Hangneigung umfasst knapp sechs Hektar Rebfläche. Der tiefgründige, steinige und zumeist kalkfreie Boden besteht aus verwittertem Phyllitschiefer mit Quarziten und Lösslehm. Hier wird vor allem Riesling und auch etwas Spätburgunder angebaut. Die Lage ist im Alleinbesitz des Weingutes Breuer Georg.

Bei Weinlagen-info.de die Lage ansehen: hier.

Das Weingut arbeitet ökologisch-biologisch und ist momentan in der Zertifizierungsphase für das Siegel Fair & Green.

Nonnenberg 2001, 2003, 2008

Nonnenberg 2001, 2003, 2008

Die ausgeschenkten Weine, die von den Trauben der besten Parzellen stammen:
2008 Nonnenberg
2003 Nonnenberg (Magnum)
2001 Nonnenberg (Methusalem) (6 Liter)

2008 Nonnenberg

2008 Nonnenberg

2003 Nonnenberg

2003 Nonnenberg

2001 Nonnenberg

2001 Nonnenberg

Vorweg sei gesagt, dass ich jede Flasche davon definitiv gerne mit nach Hause genommen hätte, um ganz in Ruhe den Rest auszutrinken. Und das hätten sicherlich die anderen Teilnehmer der Probe auch getan. ;) Als dann aber die Frage kam, welcher Wein einem jeweils am meisten gefällt, war das für mich der 2001er. Zu den reifen, gelben Fruchttönen hatte er eine wunderschöne Mineralität. Die Säure, die im 2008er noch recht stramm war, war in diesem Wein wunderbar eingebettet. Faszinierend, zu erleben, wie jung und frisch er noch schmeckte. So etwas macht einfach Spaß! Immer mehr. Der 2003er war recht schmelzig, fast ölig am Gaumen, es war gut nachvollziehbar, dass er aus dem bisher wärmsten Jahrgang des Rheingaus stammte. Der 2008er war im direkten Vergleich noch ‘zu jung’ – als 6 Jahre alter Wein…

Bettina Bürklin-von Guradze

Bettina Bürklin-von Guradze

Dann war es Zeit für Bürklin-Wolf Rieslinge aus dem Gaisböhl. Bettina Bürklin-von Guradze hat einen sehr schönen, prägenden Satz gesagt. “Hier schaffen wir etwas, was frei von Kopie ist”. In einer Welt, wo Weinstile international kopiert werden, aber auch exklusive Weine als gefälschte Weine verkauft werden, etc. etc. So ist es ein gewisses Glück, Weine zu haben, die von ihrer Herkunft sprechen und in dieser Art einfach nur so entstehen können. Und aus dem Gaisböhl kann kein anderer Wein kommen. Unkopierbar.

VDP.Pfalz über die Lage Gaisböhl: RUPPERTSBERG. Der Ursprung dieser Lage geht zurück ins hohe Mittelalter. Schon in der königlich bayerischen Lagenklassifizierung von 1828 galt der Gaisböhl als die Spitzenlage in Ruppertsberg. Mit 8 Hektar ist das Weingut Dr. Bürklin-Wolf stolzer Alleineigentümer dieser Lage. Im Gebirgsfuß der Mittelhaardt gelegen, genießt der Gaisböhl geländeklima-tische Vorzüge. Die reine Südlage bewirkt eine optimale Erwärmung des Buntsandsteingerölls. Die mittlere Sommertemperatur liegt hier über 20°C. Terrassenschotterablagerungen mit Tonflözen geben dem Gaisböhl einen gewaltigen Körper und eine feine Säure. Buntsandstein macht ihn besonders langlebig. Die Rebstöcke sind teilweise mehr als 30 Jahre alt. 

Bei Weinlagen.org die Lage hier ansehen.

Biodynamisch

Biodynamisch

Bürklin-Wolf hat nach ersten teilweisen Versuchen ab 2001 in 2005 dann komplett auf biodynamischen Weinbau umgestellt und ist seit 2008 zertifiziert. Als einziges nicht-französisches Weingut ist man dem Verein Biodyvin zugehörig.

Gaisböhl

Gaisböhl aus 3 Jahrgängen

Gaisböhl 2008, 2005 und 1999

Gaisböhl 2005, 2008 und 1999

Zu den Weinen, jeweils aus der Doppelmagnum:

2008 Gaisböhl G.C.
2005 Gaisböhl G.C.
1999 Gaisböhl G.C.

Komplexe Weine, elegant, wie Bürklin für mich eben immer wieder ist. Die Balance zwischen Frucht, zarter Würze und Mineralität ist das, was mir bei diesen Weinen so gut gefällt, obwohl sie nicht knochentrocken sind. Jetzt die gereiften Versionen einmal zu probieren, war natürlich ein besonderes Highlight. Wieder gefiel mir der älteste am besten. Und wieder hätte ich natürlich alle sofort mit nach Hause genommen. Es überrascht einfach, dass ein Wein, der mit der langen Reife komplexer und noch harmonischer wird, gleichzeitig noch so jung schmecken kann. Gerade 2 Tage vor dieser Weinprobe stand meine Nachbarin in der Tür und erzählte mir, wie sie dabei seien, ganze Flaschen Wein (von verschiedenen Weingütern) auszuleeren, die aus 2012 stammen. Die Weine hätten Firn und schmeckten einfach nicht mehr. Und hier sitze ich und trinke Wein aus 1999 und bin im 7. Weinhimmel…. Kontraste.

Laut eigener Aussage, wussten auch unsere Gastgeberinnen nicht, wie die Lebensdauer dieser Weine von Anfang an einzuschätzen waren. Die probierten Jahrgänge wurden als eher ‘normal’ bezeichnet, es waren jedenfalls keine Jahrhundertjahrgänge und ich habe beim googeln gesehen, dass manche Weinkritiker die Trinkfähigkeit teilweise eher kürzer eingeschätzt haben. Passt zum Thema der Kategorie “weinjahrgänge“.

Bei einer solchen Gelegenheit wird klar, dass auch die viel diskutierten 13er GGs erst in einigen Jahren wirklich zeigen werden, was sie zu geben haben. Welche Weine heute unter- bzw. überschätzt werden. Grand Cru, Grosses Gewächs, Spitzengewächs – wie auch immer die Top-Kategorie bezeichnet wird, hier haben wir jedenfalls echte Klasse probieren dürfen.

Herzlichen Dank dafür!

www.georg-breuer.com

www.buerklin-wolf.de

 


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Freitag in Freinsheim. Weingut Rings.

Nach einigen schönen Stunden im Weingut Krebs ging es (auf ziemlich direktem Weg) weiter zu Weingut Rings, wo uns Andreas Rings empfing – obwohl auch er sicherlich gerade Wichtigeres zu tun gehabt hätte, war ja auch hier die Lese bereits angelaufen….

Für uns jedoch fing es gleich sehr gut an: mit Schaumwein. Im Hause Rings mag man nämlich den Begriff Sekt nicht und deshalb steht der Rings Pinot Brut unter Schaumwein auf der Liste. Egal wie er heißt: er ist einfach nur gut. Und genau was man braucht, um sich nach der einen Weinprobe auf die nächste einzustellen.

Rings Pinot Brut

2010 Pinot Brut, Rings

Leider war ich nicht Beifahrer, sonst hätte ich sicherlich um viel mehr davon gebeten. (Bubbles are a girl’s best friend.)(Dafür gönne ich ihn mir jetzt, nach einem arbeitsreichen Tag.) Ganz feines Mousseux, sehr elegant und zart, Brioche, Hefetöne, ein Hauch von Bratapfel in der Nase, dezente rote Johannisbeere am Gaumen, mineralisch. Harmonisch. Einfach wunderbar. Give me more. Please.

2013 Rings Riesling Nussriegel & Steinacker

2013 Riesling Nussriegel & Steinacker, Rings

2013 Riesling. Lagenwein. Jetzt ging es also schon direkt los. Der Ortswein, Riesling Freinsheim, war schon ausverkauft. Große Enttäuschung für mich. Einer meiner Lieblingsweine. Kallstadter Steinacker und Ungsteiner Nussriegel als Erste Lagen, Kallstadter Saumagen und Ungsteiner Weilberg als Grosse Lagen. Jeder Wein für sich die Herkunft interpretierend. Aus Ungstein, das tiefer liegt, mit eisenhaltigen Lehm- und Buntsandsteinböden gibt’s die fülligeren Weine, während die Kallstadter Lagen karger sind, was sich in der Intensität und Mineralität der Weine zeigt.

2013 Rings Riesling Saumagen & Weilberg

2013 Riesling Saumagen & Weilberg, Rings

Saumagen. Mein Favorit. Immer wieder. Intensive gelbe Frucht trifft auf Mineralität und feine Säure. Trocken. 3 g RZ. Neben der Herkunft des Weines legt hier sicherlich auch der geringe Ertrag von 18 hl/ha den Grundstock für diese Intensität…

korken

Stillleben

Dann über die elegante Weissburgunder Serie zum 2012 Steinacker Chardonnay, sehr schön, mit feinen, wohl integrierten Holztönen. Burgundy says Hello! Wer trocken ausgebauten Chardonnay aus dem Barrique mag: zugreifen!

Aus der Réserve-Linie, die es nur in besten Jahrgängen gibt: 2012 Sauvignon Blanc nach den Vorbildern aus der Loire. 48 h Maische, spontan vergoren, 1 Jahr auf der Hefe, in neuen und vorbelegten Barriques ausgebaut. Intensiv. Rings eben. Hier gilt wohl immer: alles oder nichts. Ist einfach so. Wer als kleiner Junge schon mit Streichholzschachteln Trauben presst…

2010 Saumagen Spätburgunder trocken, Rings

2010 Saumagen Spätburgunder trocken, Rings

Dann die Roten. Mittlerweile mehr Rot als Riesling. Dem Spätburgunder verschrieben, wird hier pedantisch verfeinert und angezogen. Von Jahrgang zu Jahrgang soll es immer besser werden. Die Anforderungen an sich selbst und die Weine sind hoch.

Ein Bild sagt mehr als viele Worte. Foto © Nils Linus Stuiver

Andreas Rings. Ein Bild sagt mehr als Worte. Foto © Nils Linus Stuiver

Mit dem 2012er Spätburgunder aus dem Saumagen ist Andy momentan “ganz zufrieden”. Die Kunden scheinen dies auch zu sein, denn es gibt nur noch ein paar wenige Flaschen zu haben, der Wein kommt im Dezember auf den Markt… Ich bin kein ausgesprochener Spätburgunder Fan, es gibt nur ganz wenige, die mir wirklich gut schmecken. Den hier konnte ich einfach nicht ausspucken. (Hab ich schon erwähnt, dass ich an dem Abend die Fahrerin war?)

Sehr gespannt bin ich auf den Spätburgunder aus dem Berntal, der erst ab Dezember 2015 verkauft wird. Im Berntal saßen wir im Frühjahr mit schwedischen Gästen, doch dazu demnächst mehr……

Dann die Cuvées. Vom einfachen 2013 Roter Satz über Das Kleine Kreuz zum Kreuz – beide aus 2012. Eigentlich wollte jetzt niemand von uns mehr gehen. Einfach nur sitzen bleiben und weiter genießen… Alles noch mal von vorne probieren? Bitte.

Weinprobe mit Andreas Rings

Weinprobe mit Andreas Rings

Foto © Nils Linus Stuiver

Foto © Nils Linus Stuiver

Süße Portugieser Trauben. Foto © Nils Linus Stuiver

Süße Portugieser-Trauben. Foto © Nils Linus Stuiver

Eine kurze Runde durch Keller und Hof, noch die süßen, frisch gelesenen Portugiesertrauben probieren. Time to say good-bye. Was, schon?

Do what you love, love what you do. Wie für Andreas Rings geschrieben. Ansteckende Passion, die uns alle im Bann hatte. Großartig, sagt Weinfreund Matthias. Danke, lieber Andy.

www.weingut-rings.de

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