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Weinprobe bei Weingut BR-Nett in Duttweiler

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Weinprobe Neustadter Weinfreunde mit Christian Nett

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Weinprobe Neustadter Weinfreunde mit Christian Nett

20 Weine in 2 Stunden. So hat Christian es treffend zusammengefasst, als der letzte Wein ausgeschenkt war. Es war die 3. Weinprobe der Neustadter Weinfreunde und dieses Mal fand sie bei Bergdolt-Reif & Nett in Duttweiler statt. Christian Nett, vor einigen Jahren als Deutschlands 3. bester Jungwinzer ausgezeichnet, hat uns zu Betriebsbesichtigung mit anschliessender Probe empfangen. Auch seine Frau Katja gesellte sich zu uns, nachdem der Elternabend in der Schule beendet war. (Sind es nicht immer wieder die Frauen, die an allen Fronten tanzen…)

Christian Nett, Weingut BR-Nett in Duttweiler

Christian Nett, Weingut BR-Nett in Duttweiler

Christian gehört zur Winzer-Kategorie ‘ansteckende Leidenschaft’. Er ist blitzschnell mit seinen Gedanken und kommt sofort zur Sache. Man merkt ihm stets an, dass er keine Zeit zu verschenken hat, aber er ist nicht hektisch, sondern 100% bei dem dabei, was er gerade tut. Das Weingut mit einer Absatzmenge von 300.000 Flaschen im Jahr ist ordentlich gewachsen, seit er Regie führt. Jedoch muss er mit der Ernte von inzwischen 30 Hektar Weinbergen weiterhin in denselben Räumlichkeiten zurechtkommen, die in vergangener Zeit einmal für entsprechend geringere Mengen ausgelegt worden waren und so kommen ihm natürlich genau o.g. Eigenschaften dienend entgegen. Aus einer Traubenpresse sind 3 geworden, der Hof wird zur Herbstzeit mit einer Plane überdeckt und fungiert damit als weiterer Arbeitsraum. Der Hof, eng und lang mit Null-Toleranzen, darf ohnehin nur von Fahrern befahren werden, die mind. einmal im Leben im Geschicklichkeitsparcours den 1. Preis gewonnen haben. Auch das Flaschenlager ist Datum-getreu bestückt. D.h. bis zum Stichtag x muss alles verkauft sein, denn dann wird für den Herbst der Platz für Bottiche, etc. gebraucht. Da mit dem Zeitpunkt der Traubenblüte im allgemeinen ja mit 100 Tagen bis zur Ernte gerechnet werden kann, steht auch dieses Jahr der Stichtag weitestgehend fest. Und wenn sich der Termin verfrüht? Pläne B und C sind bereits in den hinteren Winkeln seines Gehirns abgespeichert. Alles halb so wild, wie es erscheint. Nun ja, meine Pulsrate stieg an vom bloßen Zuhören…

Konzentriertes Zuhören.

Konzentriertes Zuhören der Weinfreunde.

Während seiner Ausbildung war er unter anderem auch bei der Legende Hans-Günter Schwarz, wo er früh gelernt hat, lieber weniger, aber dafür das Richtige im richtigen Moment zu tun. Das sei ihm früh zugute gekommen. Ferner arbeitet er fortlaufend an der ständigen Verbesserung von Arbeitsabläufen und Methoden und damit folglich auch der Qualität der Weine. Continuous improvement – ein wichtiges Schlagwort, das ich noch aus der Automobil-Zulieferer Industrie kenne… :) Im Fasskeller liegen eine stattliche Anzahl von Fässern unterschiedlicher Herkunft und hier ist sein Instinkt und Können wieder gefragt, wenn er z.B. einen Wein in anfangs 104 Gebinden hat, die dann zu 80 und anschließend zu 40 werden. Die jeweiligen Unterschiede erschmecken und dann entsprechend zusammenführen, bis es halt passt. Und da stellt dann auch Katja ihre Geschmacksnerven hilfreich zur Verfügung und probiert kräftig mit.

Einige der Neustadter Weinfreunde

Einige der Neustadter Weinfreunde im Fasskeller

Womit wir beim Thema wären, die Weinprobe. Zunächst sei gesagt, dass es klasse ist, dass wieder 5 neue Teilnehmer dabei waren und dass es ihnen so gut gefallen hat, dass sie auch bei weiteren Treffen dabei sein möchten. Wer sich anschließen mag, der kann unsere Gruppe ‘Neustadter Weinfreunde’ in Facebook anklicken. Ja, und ich werde hier jetzt nicht 20 Weine beschreiben, sondern wie immer kurz zusammenfassen.

Die Qualität war durchweg überzeugend. Da waren sich alle einig. Der mit 30.000 Flaschen meistverkaufte Weisswein ist der PIN:OX, eine Cuvée aus Weisser Burgunder, Auxerrois und Chardonnay. Süffig und easy going, der Wein für jeden Tag und wahrscheinlich auch für jeden Gaumen. ;) Preis: 6.50 €. Weissburgunder, Riesling, Sauvignon Blanc und Muskateller – übrigens neben den Sauvignon Blancs mein persönlicher Favorit, und mal was ganz anderes, was ich so nie trinke… – wurden präsentiert, genauso wie Spätburgunder, Lagrein und einiges mehr an Roten. Als Rosé-Highlight gab es den Barrique-vergorenen Rosé aus Spätburgunder und Cabernet, der an einen spanischen Rosado erinnert. Wir kommen zurück auf den einen oder anderen Wein später im Blog… Informationen zu den Weinlagen findet man wunderschön und recht ausführlich auf der Homepage, dafür am besten hier klicken.

Zitat Weinfreund Stefan Nied: NWC Weinprobe bei BR-Nett in Duttweiler
Zunächst einmal vielen Dank an Christian Nett für die tolle Führung durch das Weingut und die sehr gelungene Verkostung. Super fand ich den Weissburgunder Flight, vom hervorragenden Basiswein bis zum herausragenden Weissburgunder Prestige Mandelberg. Spannend und sehr überraschen war auch der trockene Muskateller Märzen Avangard, ein wahres Aromen-Feuerwerk für die Nase und den Gaumen. Ebenso überrascht war ich von dem im Barrique ausgebauten Rose, ein idealer Grillbegleiter für heiße Sommertage. Bedanken möchte ich mich auch noch bei allen teilnehmenden „Weinfreuden“ für die nette Aufnahme in den NWC und die lockere Atmosphäre – hat echt Spaß gemacht mit euch!!! Bei Christian merkt man in jeder Minute die Begeisterung für den Weinbau und die Kellerarbeit und das kommt auch bei den Weinen von ihm absolut rüber. Christian mach weiter so, große Klasse!!! Vielen Dank auch noch an Katja für den „Taxi-Service“ nach dem Gewitter!!!
Liebe Grüße an alle.

Anmerkung: Ja, zu Ende der Weinprobe tobte heftiges Gewitter – Petrus konnte wohl nicht mehr mit ansehen, dass wir so viele gute Weine probieren durften.

Zitat Weinfreund Gerald Hanbuch: Ich war auch beim Treffen des NWC im Weingut BR-Nett!!
Ein Satz vorweg:
Ich liebe es ,wenn Menschen etwas machen mit Begeisterung und Leidenschaft!! Christian Nett gehört auf jeden Fall in diese Kategorie. Und die Info an alle Neuen im NWC: Ich konnte alles fragen und es war sehr informativ und toll erklärt von Christian Nett. Es lohnt sich also dabei zu sein und Neues zu entdecken und zu erfahren!!
Zu den Weinen:
Tolle Weine mit klasse Aromen. Nicht alles mein Geschmack ,aber alles von besonderer Qualität!! Das was mir geschmeckt hat,habe ich dann auch gleich gekauft!! Hier betreibt einer sein Handwerk,der nicht nur Marketingmäßig viel zu bieten hat,sondern seine Visionen auch im Wein toll umsetzt.
Wer noch nicht da war:Absolut empfehlenswert,auch weil die Beiden einem ein besonderes Gefühl von Herzlichkeit und Wohlfühlatmosphere vermitteln.
Gerne wieder und macht weiter so.
Freue mich auf das nächste Treffen im August beim Weingut Weik!
Euer Gerald Hanbuch

In Facebook gibt es auch einige Fotos von dem schönen Abend und Einzelaufnahmen der Weine…

Noch einmal herzlichen Dank an Christian und Katja Nett!

Cheers!

www.weingut-brn.de 

Weitere, bisherige Blogbeiträge zum Weingut BR-Nett

Bisherige Weinproben der Neustadter Weinfreunde:

1. Weingut Leonard Zeter, kann man hier nachlesen…

2. Weingut Johann F. Ohler, der Text wird noch von Weinfreund Matthias Krieger erstellt…


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2012 Weilberg Riesling trocken, Rings

Ich bin Rings-Fan, das ist kein Geheimnis. Ich liebe die Präzision der Weine und den trockenen Stil. Mein absoluter Favorit ist der Riesling Saumagen, aber dieses Mal haben wir den Ungsteiner Weilberg probiert. Intensität, Distinktion und Ausdauer – das sind meine 3 Rings-Wein-Wörter und sie passen auch auf diesen Wein.

2012 Weilberg Riesling trocken, Rings

2012 Weilberg Riesling trocken, Rings

Mit einer intensiven, strohgelben Farbe leuchtet dieser Riesling aus dem Glas. In der Nase breiten sich deutlich wahrnehmbare Aromen aus von gelben Früchten und einer ganz dezenten Holzwürze, begleitet von einer gewissen ‘Mineralität’ (wir wissen, dass es sie nicht wirklich gibt, aber wir haben noch kein besseres Wort gefunden). Am Gaumen erwartungsgemäß auch wieder intensiv, gelbfruchtig mit reifen Citrusnoten und ‘mineralisch’, etwas cremig, füllig, wunderbar balanciert, mit ganz feiner Säure und intensivem, langem Nachhall. Ein trockener Wein. Wie ich es liebe.

Er hat mit ca 24 € ab Hof einen Preis, der dem Wein angemessen ist, der jedoch nicht ins Budget der Alltagsweine passt. Aber alltäglich ist er halt auch nicht.

Der Ertrag von 31 hl/ha lässt grüßen…

Mancher Weinfreund wird wieder erklären, dass wir den viel zu jung getrunken haben und dass der noch locker 4-5 Jahre warten darf. I agree! And I don’t care.

Die Weinlage Ungsteiner Weilberg ist bekannt für ihre ‘Roterde’, Terra Rossa, die man sonst z.B. in Australien und im Mittelmeerraum vorfindet. Es sind tonige, kalkhaltige Lehmböden, mit durch Verwitterung entstandenem Eisenoxidanteil, der die Erde rötlich färbt – in unterschiedlichen Nuancen. Diese Bodenart ist bekannt für ihre gute Erwärmbarkeit und auch als guter Wasserspeicher. Es gibt nur rund 30 ha davon in der Pfalz, der größte Anteil davon in den Lagen Ungsteiner Weilberg und Herrenberg. (Quelle: Terra Palatina)

Blick von der Villa Rustica über den Weilberg © Anders Johansson @ajntaste

Blick von der Villa Rustica über den Weilberg © Anders Johansson @ajntaste

© Anders Johansson @ajntaste

© Anders Johansson @ajntaste

Hier im Ungsteiner Weilberg befindet sich auch das Römische Weingut samt Kelterhaus, das aus dem 3. Jh stammt. Wirklich ein Besuch wert! Ich bringe gerne Gäste dorthin, allein schon wegen des traumhaften Ausblicks über die Weinberge und natürlich auch um die Geschichte der Villa Rustica zu entdecken. Manchmal fahre ich aber auch einfach ganz alleine hin und genieße das Bild für mich im Stillen. :) Genau genommen, hätte man diesen Wein natürlich genau hier trinken sollen…. Eines Sonntags ergab sich hier die nette Begegnung mit den Initiatoren des Winzerexpresses – der Planwagenfahrten -,  die gerade eine Vesper für eine große Gruppe vorbereiteten und mir dabei gleich ein Glas Wein anboten und das Herrenhaus von innen zeigten. Haha – man ist selten wirklich alleine in der Pfalz. Aber am Weilberg verweilen, das sollte man ruhig mal tun.

“Ungsteiner Weilberg ist eine Verkürzung der alten Bezeichnung Weilerberg. Ein Hügel bei der ‘Villa Rustica’. Aus dem römischen Wort ‘villa’ wurde später ‘villare’ und dann ‘weiler’.” (Aus: Die Namen der Pfälzer Weine, Wulf Werbelow.)

Cheers!

www.weingut-rings.de

Weitere Beiträge zum Weingut Rings…

 


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Weingut Stachel in Maikammer

Rund 18.500 km von Hawkes Bay, Neuseeland, entfernt, liegt das Weingut Stachel in Maikammer. 15 ha Weinberge, verteilt auf 6 Lagen, stellen die Grundlage dar, für das, was hier so auf die Flaschen gezogen wird.  Und das ist einiges. Rieslinge, Burgundersorten, Sauvignon Blanc und vom Sunset bis zum Red Moon.

Ab 2016 wird man 50% der Trauben als biologisch deklarieren dürfen, naturnahes Wirtschaften ist aber sowieso schon lange das Thema. 75% der weissen Sorten werden von Hand gelesen, bei den Roten sind es 90%. Rund die Hälfte der Reben sind Rotweine.

Ganz neu dabei Malbec, die Traube, die aus Südwestfrankreich stammt, aber als Argentiniens ‘signature grape’ erst so richtig bekanntgeworden ist.  Merlot, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder zählen zu den weiteren Rebsorten. Mit dem 2010er Syrah Kirchenstück gewann Matthias Stachel den 1. Platz beim Deutschen Rotweinpreis. Damit reiht er sich ein in die Vinum-Liste der besten Rotweinmacher Deutschlands. Matthias ist seit 2003 verantwortlich für den Ausbau der Weine, sein Vater Erich, der schon lange für gute Qualität und Stabilität gesorgt hat, ist natürlich weiterhin mit vollem Engagement dabei.

Die Besten Rotweinmacher

Die Besten Rotweinmacher Deutschlands: das Erste, was man sieht, wenn man die moderne Vinothek im Weingut Stachel betritt.

Matthias ist ein sehr sympathischer junger Mann, der……. Ich weiss, ich weiss, das sage ich bei fast allen Weinmachern, denen ich derzeit so begegne… IST aber auch so. Diese Zielorientiertheit und Leidenschaft für das, was sie tun, aber auch das Zusammenarbeiten mit Kollegen – einfach ansteckend, Spaß machend und beeindruckend. …….von seiner ebenso netten Frau (ganz frisch verheiratet) auch unterstützt wird, obwohl diese eine ganz andere Karriere eingeschlagen hat und gerade an ihrem Doktortitel arbeitet.

Matthias Stachel

Matthias Stachel mit einem Brocken Kalksandstein aus dem Heiligenberg

In völlig entspannter Atmosphäre durften wir uns durch die 13er Weine probieren und auch einige Rotweine aus 2010 und 2011 standen bereit. Ein Silvaner mit gutem Nachhall, ein cremiger und intensiver Auxerrois, ein sehr fruchtiger Grauburgunder und ein schöner, vielschichtiger Chardonnay, der 20 h Maischezeit gesehen hat. Richtig schön fand ich den 2013er Sauvignon Blanc Paradies trocken, der mit Eleganz und Feinheit daherkommt, und von einer auffälligen ‘Mineralität’ gekennzeichnet ist.  Er ist auf kargen Kies-Schotter-Sandböden gewachsen und wurde zu 20% im Holz ausgebaut und spontanvergoren.

2013 Sauvignon Blanc trocken Paradies

2013 Sauvignon Blanc trocken Paradies

regal

Einer besser als der andere…

Alle Rotweine hatten Power und Ausdruck, der Merlot war sehr fruchtig, wie er eben auch sein soll. Mich würde sehr interessieren, ob aus einer Cuvée mit dem Cabernet Sauvignon ein ‘Super-Pfälzer’ werden würde… Ein sehr harmonischer Wein war für mich der 2010er Spätburgunder trocken, Maikammer Heiligenberg. Es gibt wenige Spätburgunder, die mir wirklich spontan schmecken, der hier gehört dazu. Aber ich möchte ihn erst noch einmal trinken, bevor ich mehr schreibe. Also: demnächst… :)

Tipp: Das Weingut mit dem Igel besuchen!

www.weingut-stachel.de

 

 


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Müller-Catoir & Christmann Ortsweine Haardt & Königsbach

Müller-Catoir Haardt Riesling & Christmann Königsbach Riesling

Müller-Catoir Haardt Riesling & Christmann Königsbach Riesling

Gestern haben wir mal 2 Ortsweine verglichen, die beide vor unserer Tür wachsen. Der Königsbacher unmittelbar davor, der Haardter ‘um die Ecke’, beide gehören zu den 9 Weinorten von Neustadt an der Weinstrasse. Die Königsbacher Böden sind – grob gesagt, denn parzellenweise Schwankungen sind gegeben – geprägt von Kalksteinen, Kalkmergel und Lehm (besonders im Ölberg). Bei den Haardter Böden dominiert der Buntsandsteinanteil.

Müller-Catoir Haardt ist ein 2013er, also jung, er ist herrlich frisch und saftig. Er hat viel Ausdruck, ist aber dennoch leicht und schlank im Körper. Ananas und Zitrusaromen und ein fast salziger Nachhall prägen diesen Wein. Preis ca 11 €, gekauft im Haus des Weines. (12,5 % abv)

A. Christmann, 2011, ist etwas reifer, aber noch lange nicht alt ;), füllig, fast ölig, mit schöner reifer Pfirsichfrucht und einer Hefewürze, mit schön eingebundener Säure und recht langem Nachhall. Preis 16 €, gekauft im Weingut. (13,5% abv)

Beide lecker! Jeder auf seine Art. PS: Beide sind trockene Weine.

Did I mention that I ❤️ Riesling?

www.mueller-catoir.de/

www.weingut-christmann.de

 


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Weintage Südliche Weinstrasse

Zum 27. Mal fand diese Veranstaltung statt. 95 Weingüter der Südpfalz standen mit rund 600 Weinen und Sekten 3 Tage für Weinfans bereit. Am heutigen Montag, dem 4. Tag, ist Fachbesuchertag. Sicherlich der beste Tag, um zu probieren, denn wir gaben am Samstag früher als geplant auf, da es uns schlichtweg zu voll und zu eng wurde. Die Location war wirklich sehr schön und urgemütlich, aber in viele kleinere Räume aufgeteilt und da war es dann zeitweise etwas schwierig, an die Tische der Winzer zu gelangen. Wir haben daher am Ende auch weniger probiert, als wir vorher auf der Liste markiert hatten. Schade drum. Aber…

Weintage Südpfalz

Weintage Südpfalz

Die Highlights für uns – Weinfreund Matthias Krieger war dabei - persönlich waren:

Marius Meyer

Marius Meyer

Marius Meyer vom Weingut Klaus Meyer in Rhodt. Hier gab es ausschließlich 2013er trockene Rieslinge plus einen Sekt zu verkosten. Beim Basis Riesling ‘Back to the Root’ angefangen, haben uns alle Weine gefallen. Es werden die verschiedenen Bodenarten hervorgehoben und die Unterschiede waren tatsächlich nicht zu übersehen. Vom feinfruchtigen Riesling Kalkstein, über den etwas prägnanteren Buntsandstein, dem würzigen Rotliegenden und dem ‘mineralischen’ (Hilfe, immer wieder dieses Wort, das es ja eigentlich nicht geben darf….) Granit – das hat richtig Spaß gemacht. Marius hat uns erklärt, dass es in diesem Jahr keine spontanvergorene Weine gab, da der Zeitdruck des Herbstes dies diesen Jahrgang nicht hergab. BSA (biologischer Säureabbau) wurde in einigen (oder allen? erinnere mich nicht genau) zugelassen und tatsächlich war die Säure in diesen Weinen auffällig angenehmer als in vielen anderen probierten Exemplaren. BSA, im Weissweinbereich eher geläufig für Chardonnay, ist bei Rieslingen eher die Ausnahme.

2013 Riesling Back to the Root

2013 Riesling Back to the Root

Weingut Klaus Meyer, Rhodt

Weingut Klaus Meyer, Rhodt

Weinliste Marius Meyer

Weinliste Marius Meyer

 

Besonders gut gefallen hat mir der 2007er Sekt Grande Cuvée “R”, der 70 Monate auf der Hefe lag und der gerade im Moment erst etikettiert wird. Diesen Sekt werde ich mir kaufen und ihn noch einmal ganz in Ruhe daheim probieren. Ich suche nämlich schon lange einen, der nicht von der Frucht dominiert wird, sondern viel mehr Brioche zeigt, als das allgemein in der Pfalz üblich ist. Der hier ist so ein Exemplar, mit schönen Nusstönen. Kostet 18 €, aber das ist er wert.

Neben Marius stand das Weingut Jülg aus Schweigen  mit einem schönen Riesling Kalkmergel trocken und dem Weissburgunder Sonnenberg trocken, beides 13er.

Jülg, Schweigen-Rechtenbach

Jülg, Schweigen-Rechtenbach

Gut gefallen hat mir auch der 13er Riesling Maikammer Kirchenstück von Weingut Faubel. Hier war einfach reife Frucht zu schmecken, der Wein hatte eine gewisse Intensität, die herausstach, im Vergleich zu vielen anderen Weinen des Tages, gleichzeitig war er saftig. Allerdings hat er mit 8 g RZ auch eine gewisse Süße.

Von Frank Spiegel, Weingut Ellermann-Spiegel, gefiel mir der 2013er Weissburgunder Goldkapsel trocken sehr gut. Zu 30% in neuen Barriques ausgebaut, hat der Wein eine gewisse Vielschichtigkeit…

Bei Andreas Grimm, Weingut Grimm, schmeckte auch der 2013er Weissburgunder trocken sehr gut. Obwohl im Vergleich wieder ein ganz anderer Wein,  Frische und Frucht stehen im Vordergrund.

Es wird interessant sein, zu lesen, was andere von den Weintagen erzählen und hervorheben. Und wie auch immer: sicherlich eine Pfalzweinprobe, die man sich vormerken und besuchen sollte!

Hier im Blog geht’s im nächsten Artikel weiter mit der Jahrgangsprobe im Weingut Stachel, das wir vor einigen Wochen besucht und deswegen jetzt auf der Messe außen vor gelassen haben.

www.diejungesuedpfalz.de
www.suedlicheweinstrasse.de

 


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Die Königsbacher Weinkerwe – Neu: Der Lavendelhof

Weiterhin ein Geheimtipp, denn hierher lockt es noch keine Touristenströme an. Die Besucher sind weitestgehend Einwohner und deren Bekannte. Jeder kennt jeden. Was natürlich Zugezogene nicht einschließt. Wir kennen nur wenige Königsbacher, aber wir fühlen uns pudelwohl hier am Ort. Sicherlich kommen auch noch einige Bewohner der Nachbardörfer und natürlich die Kunden der Weingüter und dem Weinland Königsbach. Hier beim Winzerverein gibt es neben Schorleweinen auch einiges an Veranstaltungen, direkt an der alten Schule finden sich auch ein paar Süßigwarenstände ein. Mitten im kleinen Ortskern ist die Feuerwehr, wo es sich auch gut feiern lässt. Es wird gegrillt und im Schoppenglas ausgeschenkt, ganz wie der Pfälzer das gerne hat.

Plan Königsbacher Weinkerwe

Plan Königsbacher Weinkerwe

Forelle bei Frank John

Forelle bei Frank John

Für schöne Slowfood Gerichte und gereifte Rieslinge geht man ins Hirschhorner Weinkontor zu Frank und Gerlinde John, die die Kerwe gleich mit ihrem Hoffest verbinden. Bei Johns gibt es von Biotrauben spontanvergorene und im Holz ausgebaute Weine mit Charakter.

2013 Sauvignon Blanc Weingut Giese

2013 Sauvignon Blanc Weingut Giese

Einen schönen Sauvignon Blanc haben wir im jungen Weingut Giese bekommen. Stefan Giese war bis vor kurzem beim Bioweingut Schwarztrauber in Mussbach und vorher bei Johann Ohler in Gimmeldingen und ist jetzt bei Von Buhl in Deidesheim. Zusammen mit seiner Frau führt er das eigene Weingut. Das Etikett gefällt mir gut; schwarz, natur und weiss ergeben immer edle Kompositionen…

Lavendelhof Königsbach

Lavendelhof Königsbach

Ganz neu gibt es den Lavendelhof! Hier sitzt man eindeutig am schönsten, die Kulisse ist herrlich gemütlich, mit viel Grün, Lavendel und viel Sandstein. Klar empfehlenswert. (Leider war die Batterie gerade mal wieder leer, sonst wären hier jetzt weitere Bilder…) Aber, einfach für nächstes Jahr vormerken. ;) Oder heute Abend zum Fussballspiel kommen. Wie wir von Insidern erfuhren durften, wird dieser Hof eventuell ab und zu mal den Garten öffnen, wir hoffen und freuen uns darauf!

Weitere Infos zur Königsbacher Weinkerwe hier. 

 


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Lazy summer day

Weinfest in Wachenheim und in Hambach, um nur die im unmittelbaren Umkreis zu nennen… Eigentlich wollen wir Golfen gehen, eine lange Radtour machen oder im Pfälzer Wald wandern. Aus allem ist nichts geworden. Der Garten hat wieder gewonnen. Herrlich war es und so entspannend. Auch den Bienen hat es gefallen. Wie schön, dass sie sich bei uns so wohl fühlen.

Wespen im Lavendel

Wespen im Lavendel

Mitten am Tag gab es einen Salat aus allem, was der Kühlschrank noch hergab und dazu ein Glas Sauvignon Blanc von Thomas Zeter.

Reste-Salat

Reste-Salat

Chorizo, Manchego, Avocado, Tomaten, Kopfsalat, Kartoffeln, eine Grillwurst vom gestrigen Fest, Basilikum aus Nachbars Garten (der ist grad nicht da) und ein paar geröstete Pinienkerne. Limettensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl. Selbstgemachte Ajoli (auch übrig von gestern) und ein paar Scheiben Baguette (wer will). Dazu eine saftige, vollreife Melone. Sehr lecker! Der fruchtig-frische Sauvignon Blanc mit seiner knackigen Säure dazu – perfekt. Das Leben kann so einfach sein. (Mehr zu Wein und Weingut:http://pfalzweinproben.wordpress.com/2014/05/22/weingut-leonhard-zeter-diedesfeld/)

Nix übrig

Nix übrig. Morgen scheint die Sonne wieder!

Und ansonsten einfach nur Ruhe und den Luxus, nichts tun zu müssen. Die Wolken zogen über uns weg, mit voller Fahrt wechselten sich strahlend blauer Himmel, ‘schwedische’, weisse Schäfchenwölkchen und auch mal graue Wolken ab. Wie direkt aus National Geografic.

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Sommerhimmel

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Sommerhimmel

Schön langsam...

Schön langsam…

Und der Stimmung zuliebe mal wieder Peter Mayle herausgekramt. Seine Bücher über das Leben in der Provence haben mich vor Jahren immer schon inspiriert. Da er Engländer ist, lese ich am liebsten seine Originaltexte, aber das erste Buch, Hotel Pastis, bekam ich in deutsch. Nein, in dem Buch passiert nichts. Wie auch in seinen anderen nicht. Und darum geht es. So herrlich entschleunigend. Nicht empfehlenswert  für den, der Action, Leichen oder tief gehende Literatur sucht. Wer aber, wie ich, den Süden Frankreichs liebt, der kann mal in Peter Males Bücher reinschauen. http://www.petermayle.com

Ja, und da bei uns jetzt der Kühlschrank leer ist, müssen wir uns etwas einfallen lassen… Cheers!

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