wein & essen

Rindertopf mit Chorizo

Comfort food. Ein englischer Ausdruck, den ich liebe, weil er es auf den Punkt bringt. Wie übersetzen? Wohlfühl-Essen? Ts. Keine Ahnung. Wenn jemand einen Tipp für mich hat, bin ich um eine Nachricht dankbar. Ansonsten hoffe ich einfach, dass sich jeder etwas darunter vorstellen kann. An Tagen wie diesen, wo der Himmel wieder nicht aufgehen will und das Trübe auch nicht mit dem Putzen der Brillengläser verschwinden will, hilft nur eins: Comfort food. Eingekochtes, langsam Gegartes mit viel Sauce und Geschmack. Wie z.B. dieses hier: Würziger Wurst- und Rindertopf mit Parmesan aus meinem allerliebsten schwedischen Food-Magazin ‚ELLE Mat & Vin‘.

Korv-&Köttgryta / Wurst-&Rindertopf Foto © Heike Larsson

Korv-&Köttgryta / Wurst-&Rindertopf à la ELLE  Foto © Heike Larsson

Das Rezept verlangt nach Salsiccia-Wurst, aber die fand ich gerade nicht (wieder: wer einen Tipp hat, bitte melden!) und meine geliebten Chorizos waren im Hit Markt in Bad Dürkheim gerade nicht zu kriegen. (Ja, da fahre ich extra wegen der Würste hin.) Das sind nicht die ganz getrockneten, die man als kalte Wurst isst, sondern halb-gegarte, die zum Grillen einfach unschlagbar gut sind oder zu vielen schnellen Gerichten. Wie auch immer, jetzt hatte ich also weder das eine noch das andere und so durfte die halbgetrocknete Kochmettwurst vom Metzger herhalten. Nicht ganz so würzig im Endresultat, aber dennoch sehr lecker! Leider gibt es bei uns Mitglieder in der Familie, die dann heimlich schon daran naschten, so dass ich am Ende für die Zubereitung des Gerichts nur noch die halbe Menge Wurst vorfand… Hier das Rezept:

Für 6 Personen:
2 Zwiebeln
2 große Karotten
2 Pastinaken
4 Knoblauchzehen
Olivenöl
4 Saliccia-Würste (oder ähnliches)
500 g Rindfleisch (in kleinen Würfeln)
2 Gläser Rotwein (plus 1 für den Koch)
2 Dosen Tomaten in Stücken
3-4 dl (= 300-400 ml) Wasser
2 Lorbeerblätter
1 Thymianzweig (altern. 1 TL getrockneter Thymian)
Salz und Pfeffer

3 dl frischgeriebener Parmesan
Leckeres Brot

Zwiebel, Knobi und Gemüse hacken und in etwas Olivenöl im Topf andünsten. Würste und Fleisch in einer Pfanne anbraten, bis alles schön angebräunt ist, dann zum Gemüse zugeben. Wein, Tomaten und Wasser darüber geben, Gewürze, Salz und Pfeffer zugeben. Bei mittlerer Hitze in mindestens 2 Stunden (lieber länger als kürzer) leicht köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Probieren, notfalls abschmecken und mit schönem frischen Brot (oder Kartoffelbrei) servieren. Parmesan darf sich jeder nach Belieben auf die eigene Portion geben.

Foto © Heike Larsson

Foto © Heike Larsson

Dazu ein schöner Pfälzer Rotwein. Am liebsten der, der auch in der Sauce ist. Passen tut z. B. ein schöner Cabernet Sauvignon, der die kräutrig-würzige Note aufgreift. Gerne mit dezenten Fassnuancen, die machen sich gut mit dem gerösteten Fleisch. Ein schöner Syrah wäre auch ein guter Begleiter. An Cuvées fallen mir spontan BRNs Olé Olà und Ohlers JO ein, aber es gibt natürlich noch eine große Vielzahl Pfälzer Weine, die hier sehr gut dazu passen. Wer mag, darf mir gerne ein paar Empfehlungen in der Kommentarbox hinterlegen.

Ein Gericht mit viel Geschmack, Würze und Wärme und noch dazu ganz einfach zuzubereiten. Und während alles so vor sich hin köchelt, reicht die Zeit lässig zum spontanen, handgemahlenen Kaffee bei lieben Nachbarn, die wegen Computerfragen gerufen hatten.

Handgemahlen und Melitta gefiltert…

Handgemahlen und Melitta gefiltert…

Skål & smaklig måltid!

Kategorien:wein & essen

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