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Mussbacher Spitzen 2014

Mussbacher Spitzen 2014

Mussbacher Spitzen 2014

Zum 22. Mal fand die Präsentation der Mussbacher Weingüter im Herrenhof statt. Vorweg möchte ich wieder ein ganz großes Kompliment aussprechen. Dass die Winzer eines Ortes so zusammenarbeiten und eine gemeinsame Vorstellung ihrer Weine über viele Jahre hinweg so gekonnt liefern, das ist imponierend. Wer die Pfälzer kennt, weiss, dass es nicht immer leicht ist, alle unter einen Hut zu bringen… 😉 Die Rheinpfalz berichtete über 850 Gäste und das ist eine schöne Zahl.

Gemeinsam mit Weinfreund und NWC (Neustadter WeinClub) Mitbegründer Matthias Krieger war ich vor Ort und unsere Eindrücke lassen sich in etwa so zusammenfassen:

Grundsätzlich waren natürlich die überwiegende Anzahl der Weine aus 2013 und dafür ist das Datum der Veranstaltung halt schon recht früh. Man kann sich aber bei den meisten Weinen einen ersten Eindruck verschaffen, wohl davon ausgehend, dass sie sich noch weiter entwickeln werden. Und klar ist auch, dass es kaum noch 12er Weine gibt, man also gar keine andere Wahl hat, als 13 zu präsentieren.

Wenn ich wieder 3 Highlights (siehe meinen Bericht vom Vorjahr) hervorheben soll, dann sage ich dieses Jahr: Weik, Völker, Schwarztrauber  und Jungwinzer. Ja, das waren jetzt 4…

Für mich zählt immer wieder am meisten die Balance und Harmonie eines Weines und dazu fielen mir auf:

Weik: 2013er Königsbacher Idig Riesling trocken. Gehaltvoller Wein mit Substanz, schöner Frucht und Struktur. Wird sich sicherlich noch gut entwickeln.

2013 Weik Sauvignon Blanc Gimmeldinger Meerspinne

2013 Sauvignon Blanc Gimmeldinger Meerspinne, Weik

2013er Sauvignon Blanc trocken. Passt immer. Wieder. Obwohl dieser der Basiswein ist – das Löwenherz kommt erst ab Mai – hat er einfach schon viel zu bieten. Bernd Weik erklärte, dass es hier um Trauben geht aus alten Anlagen von 1993, die rund 50 hl/ha Ertrag geben und das merkt man einfach. Besonders, wenn man den direkten Vergleich zu anderen Sauvignons hat, wie wir es an dem Tag ja hatten. Es ist eine gewisse reife und intensive Frucht in diesem Wein, der die Säure schön eingebunden hat und der auch trocken schmeckt. Ja, passt einfach…

Oskar für beste Etiketten: Weik & Völcker

Oscar für beste Etiketten: Weik & Völcker

Völcker:
2013er Riesling trocken -Wilfried privat-. Auch noch zu jung, bringt aber mit der schönen Frucht und Struktur alles mit, um sich sehr schön zu entwickeln. Auch hier stimmt die Balance.
2013er Riesling – Vom Steinernen Bild – . Ein Riesling mit 25 g/l Restsüsse und nur 11,5 % Alkohol. Sicherlich ein guter Wein zu schönen Käsesorten und zu asiatischen Gerichten. Ich glaube, den werde ich mir besorgen gehen, für die gelegentliche Lust auf etwas Süße.

Und der Oscar für beste Etiketten geht an diese beiden Weingüter! Ich liebe einfach diese Labels, das ist für mich Schlichtheit mit Eleganz ohne völlig in den modernen Mainstream zu fallen. Toll!

Matthias Krieger und Petra Schwarztrauber

Matthias Krieger und Petra Schwarztrauber

Schwarztrauber:
Hier durften wir 2012er Weine probieren. Sehr schön.
2012er Weissburgunder trocken. Schöne Balance zwischen Körper, Säure und mit typischen Weissburgunder-Aromen, wie Birne und Nussigkeit. Sicherlich eine Freude für jeden Weissburgunder-Freund. Extra-Bonus: Bio.
2012er Riesling Kabinett trocken, Haardter Herzog Edition Papillon (das war ein langer Name). Wie Petra Schwarztrauber uns erklärt, war dieser Wein zu 50% im Barrique gelegen und das spürt man. Schon in der Nase angenehme Fasstöne, Vanille… Im Mund dann nicht der ‚typische‘ Riesling, sondern der Riesling aus dem Barrique eben. Einfach ganz anders, aber einfach auch mal gut. Es ist sicherlich nicht der Wein für jeden Abend und auch nicht für den ganzen Abend, aber ich denke, dafür ist er auch nicht gemacht.

Jungwinzer Mussbach

Jungwinzer Mussbach

 

 

Jungwinzer. Die Weine von morgen.
Frank Schäfer: 2012er Weissburgunder Spätlese trocken, Mussbacher Eselshaut. SCHNELL KAUFEN GEHEN! Dieser Wein ist so viel mehr als er kostet. 7.50 €. Beide haben wir ihn auf mindestens 13 € geschätzt. Bitte probieren gehen und selbst sehen. Sehr gehaltvoller Wein und wer Weissburgunder liebt, der ruhig Körper haben darf, der wird diesen hier lieben.

Frank Schäfer und Matthias Klohr im Gespräch mit Matthias Krieger

Frank Schäfer und Matthias Klohr im Gespräch mit Matthias Krieger

Ralf Kappner: 2012er Riesling trocken, Mandelgarten. Hier sagt Matthias: man merkt den Weinen von Ralf Kappner auch seine Winzerausbildung u.a. bei Dr. Wehrheim in Birkweiler an. Für mich definitiv eines „der“ Talente im Neustadter Raum und obendrein extrem sympathisch. Der Mandelgarten zeigt sich sehr dicht und komplex mit Aromen von weißem Pfirsich und dezenten Zitrusnoten. ein Riesling der modern, frisch mit schöner eingebundener Säure da her kommt…..Sundowner Wein 😉

2012er Riesling trocken Mandelgarten, Ralf Kappner

2012er Riesling trocken Mandelgarten, Ralf Kappner

2012er Riesling trocken, Kapellenberg. Dieser Riesling ist richtig gut gelungen. Der Kapellenberg macht definitiv Lust nach mehr. Ein unheimlich schmelzig-fruchtiger Riesling, der wunderschöne eingebundene Aromen von Quitten und Mandarinen vorweist. Ein Riesling mit Lager-Potenzial für 3-5 Jahre. Aber auch schon jetzt ein großer Trinkgenuß.

Stefan Steigelmann: 2013er – V-  Auslese trocken Neue Rebsorte – komplex, intensiv und sehr interessante Geschmacksvariante…..Cuvee aus Sauvignon blanc, Carbanet franc und Viognier

2013 Riesling Spätlese trocken Asinus, Matthias Klohr

2013 Riesling Spätlese trocken Asinus, Matthias Klohr

Matthias Klohr: 2013er Asinus Riesling Spätlese trocken. Die Trauben für diesen ‚Esel‘ -Wein wachsen im Originalstück der ursprünglichen Meerspinne auf Loblocher Gemarkung. Gelbfruchtig und mit feiner Mineralität kommt dieser noch junge, aber wohlbalancierte Riesling daher. Der Nachhall vielleicht ein klein wenig kurz, aber dennoch insgesamt ein schöner Wein.

Liebe Leser, natürlich gab es viele weitere Weine und es gäbe noch viel zu schreiben. Bitte besucht die Mussbacher Spitzen im nächsten Jahr und verschafft euch den eigenen Überblick.

Und immer daran denken: Wein ist Geschmacksache!

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