wein & essen

Spanischer Abend in der Casa Larsson

Achtung! Es kommt kein einziger Pfalzwein in diesem Bericht vor. Denn zu spanischem Essen sollte es eben auch Wein aus Spanien sein. Den haben wir in Schweden viel öfter getrunken, als wir das heute tun. Ich liebe Rioja und schöne Sherrys. Doch nun zum Abend:

Alles war ganz einfach gehalten, und das hat dann, glaube ich, wieder für die beste Stimmung gesorgt. Wir waren wieder sehr laut, wie am nächsten Tag zu hören war… Aber schön war es! Es gab von den Gästen sogar eine Überraschung mit Livemusik-Einlage, so richtig mit Gitarre, spanischem Gesang und castañuelas. Ganz wunderbar!

Zum Empfang gab es:

Weisse Sangria

Weiße Sangria à la Elle Mat & Vin

Weiße Sangria:

2 Bio Zitronen, in Scheiben und halbiert
4 Bio Limetten, dito
1 Bio Orange, dito
2 Schalen frische Erdbeeren
frische Minze
1 Fl. Weisswein
1 Fl. Sprite
Eiswürfel
(im Rezept noch 1 DL weisser Rum dabei, den habe ich gestrichen)

dazu Gemüsesticks und Dipp. Alles natürlich auf Barrique-Stehtischen serviert.

Und dann ganz schlicht: Paella! Obwohl man die in Spanien nicht zum Abendessen serviert, wie ich gelesen habe. Wiederum essen wir viel früher als die Spanier, also bitte. Aber ich liebe große Pfannen auf dem Tisch und eine Schar drum herum. Alles ist auf dem Tisch und jeder nimmt sich einfach und fühlt sich wie daheim… Leider habe ich keine echte Paella-Pfanne, so mussten halt 2 normal große herhalten. Um die Privatsphäre unserer lieben Gäste zu bewahren, habe ich sie leider alle aus dem Bild geschnitten – mit ihnen ist es natürlich noch viel schöner…:

Paella de la Casa Larsson

Paella de la Casa Larsson

Das Rezept ist aus Tinas Kochbuch (das es laut Leo jetzt auch auf Deutsch gibt), etwas abgewandelt…

Für 10 Personen
600 gr Paellareis
ca 500 gr Erbsen
ca 800 gr Cocktailtomaten
ca 800 gr Hühnerbrust, ganz dünn
ca 500 gr Garnelen, vorgegart
2 Pakete Miesmuscheln
ca 300 gr warmgeräucherter Lachs (Stremellachs heisst der bei uns?)
2 Bio Zitronen
2 rote Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
0,8 g Saffran (es hätte ruhig etwas mehr sein dürfen)
Chilipulver
Paprikapulver
Salz, Pfeffer
Olivenöl
ca 1,2 l Wasser (oder bis halt die gewünschte Konsistenz erreicht ist)

Hühnerbrust vorher würzen, braten, in kleine Stücke teilen und beiseite stellen, Garnelen und Muscheln auftauen. Erbsen kurz aufkochen, ziehen lassen. Lachs in kleinere Stücke teilen. Wenn es dann losgehen soll, die Zwiebeln und den Knoblauch hacken und in Olivenöl andünsten, die Tomaten halbieren und mit andünsten. Reis dazu, kurz mit anbraten, die Gewürze drangeben und nach und nach mit Wasser auffüllen. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist (nach ca 20-30 min), Erbsen, Huhn, Garnelen drangeben und mit erwärmen. Parallel dazu die Muscheln in Weisswein kurz – laut Anleitung – garen. Paella noch abschmecken und ggf. nachwürzen, Muscheln und Zitronen geachtelt darauf verteilen. Dazu frisches, knuspriges Weissbrot, Dipp und ganz schlichten, grünen Salat mit knackig-frischer Vinaigrette.

Und zum Nachtisch dann Postre de fresas español (aus dem Internet bei http://www.kochbar.de geklaut):

postredefresas

Postre de fresas español mit Quark

1500 g Erdbeeren frisch
125 ml Jerez Sherry (cream)
2 ½ TL Abgeriebenes -mit der Reibe-
einer unbehand. Orange
5 EL braunen Zucker
7 ½ Tropfen (oder nach Geschmack) Bittermandelöl
500 ml Schlagsahne – habe ich mit Quark ersetzt
2 ½ EL Puderzucker
100 g Mandelblättchen

Ganz easy: Erdbeeren in Scheiben schneiden und mit Orangenschale und Zucker im Sherry ziehen lassen. Bittermandelöl und Puderzucker mit dem Quark verrühren und später zusammen anrichten.

 

Die Weine des Abends kosteten alle zwischen 5 und 13 €, bei Globus gekauft. Es gab Weisswein, Rosé und Rotwein als Crianza und Grand Reserva. Für jeden Geschmack etwas dabei. Obwohl sie von, für unsere Verhältnisse, riesigen Bodegas kommen (zu Torres gehören z.B. 1300 ha Weinberge), sind diese Weine durchaus gut und einfach mal eine schöne Abwechslung zwischendurch. Bei den Roten mag ich sehr, dass sich mit den deutlich spürbaren Tanninen ein schönes strammes Gerüst ergibt, gleichzeitig aber auch durch die übliche Lagerung und damit der Reifung der Weine sich gleichzeitig ein angehmes Mundgefühl einstellt. Es war ferner auch eine nette Gelegenheit, mir die Spanien-Weinkarte mal wieder aus dem Keller zu holen und mich an intensive Tage zu erinnern, wo ich lernte, welche Traube wo wächst, etc…. Wie war das wieder?

Wines from Spain

Wines from Spain. Ca 1 mio. ha Reben von weltweit rund 7 wachsen hier

© Marqués de Riscal, Rioja

© Marqués de Riscal, Rioja

Dieser Abend hat auch dazu geführt, dass ich meine alte Cabriomusik wieder neu heruntergeladen habe, hier ein Lied davon, zu dem ich früher endlose Sommernächte die Weinstrasse entlang gefahren bin… Und um die Weinstrasse geht es dann wieder im nächsten Beitrag.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s