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Jungweinprobe der VDP Spitzentalente (Pfalz)

By Stephan Nied

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(C) Stephan Nied

Um etwas mehr über den Jahrgang 2014 zu erfahren, war ich gestern für euch auf der Jungweinverkostung der Pfälzer VDP Spitzentalente im Gewölbekeller des Weinguts Aloisiushof in St. Martin unterwegs. Anwesend waren die VDP.Spitzentalente Frank Ackermann (Weingut Ackermann, Ilbesheim), Philipp Kiefer (Wein- & Sekthaus Aloisiushof, St. Martin), Stephan Schwedhelm (Weingut Schwedhelm, Zellertal-Zell), Jürgen Krebs (Weingut Harald und Jürgen Krebs, Freinsheim), Andreas Meyer (Weingut Karl-Heinz und Andreas Meyer, Heuchelheim-Klingen, Alexander Pflüger (Weingut Pflüger, Bad Dürkheim), Andreas Porzelt (Weingut Porzelt, Klingenmünster), Markus Spindler (Weingut Heinrich Spindler) und das Gastweingut Knebel aus Winningen (Mosel).  Diese acht Spitzentalente zählen mit zu den vielversprechendsten Newcomern des Pfälzer Weinbaus. Im Rahmen des Nachwuchs-Programms des VDP.Pfalz dürfen sie ihr großes Können unter Beweis stellen. Die Veranstaltung war gut besucht, professionell organisiert und passte sehr schön in das helle Ambiente des Gewölbekellers. Jedes Weingut hatte vier Weine des Jahrgangs 2014 mitgebracht, teilweise waren die Weine erst kürzlich abgefüllt, überwiegend waren es aber Fassproben, die schon jetzt die hohe Qualität des Jahrgangs andeuten.

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(C) Stephan Nied

Hier nun meine Favoriten:

Über Jürgen Krebs haben wir hier im Blog nun schon öfters berichtet. Besonders gut gefallen hat mir die 14er Variante des Cuvees Krebs WEISS (6,20 Euro). Bei diesem Cuvee werden etwa 75% Riesling und 25% Gewürztraminer getrennt ausgebaut und später vermählt. Ein frischer, duftiger Wein, der ganz in der Linie des Vorgängerjahrganges steht.

Klare Kante – Weingut Pflüger

Das Weingut Pflüger konnte mich mit allen vier Weinen überzeugen. Alle Weine haben eine klare Kante, die eindeutig die Handschrift von Alexander Pflüger trage. Interessant war hier der Vergleich des BIODYNAMITE (10,50 Euro) aus 80% Riesling und 20% Gewürztraminer. Im Gegensatz zum Krebs WEISS ist der BIODYNAMITE ein Wein aus einem traditionell gemischten Satz, das heißt, die Trauben wachsen gemischt in einem Weinberg und werden auch gleichzeitig geerntet und anschließend gemeinsam vergoren. Ein Wein, der durch seine Duftigkeit und Mineralität gefällt. Der Sauvignon Blanc (7,50 Euro) war einer meiner Favoriten, auch sehr duftig und floral, eher der grüne Sauvignon Vertreter. Der Chardonnay QUARZIT (7,50 Euro) lag lange auf der Hefe im Stahltank. Kristallklarer Geschmack, durch die Mineralität wirkt er sehr geradlinig und ist zugleich cremig und elegant auf der Zunge. Auch sehr gelungen ist der perfekt ausgewogene Riesling BUNTSANDSTEIN (7,50 Euro) mit schönem Säurespiel.

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Alexander Pflüger , (C) Stephan Nied

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(C) Stephan Nied

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Biodynamite (C) Stephan Nied

Knackig – Weingut Heinrich Spindler

Auch hier überzeugte mich der Sauvignon Blanc (8,80 Euro) durch seine grüne Art und die schöne Balance mit reifen Noten, die durch eine zweistufige Lese des Weinberges erzielt wurde. Hervorragend und leicht die beiden RURAL Rieslinge (6,20 Euro), der fruchtig und knackige RURAL trocken mit 11,5 Vol% Alkohol und sein feinherber Bruder mit 11 Vol% und seiner sehr ausgewogenen Restsüße von 15 g/l. Beide mit herrlich frischen Fruchtaromen von Citrus und Aprikose, zwei hervorragend leichte Sommerweine.

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Markus Spindler , (C) Stephan NIed

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(C) Stephan NIed

Beim Weingut Aloisiushof gefiel mir besonders der Weissburgunder ELEMENT (6,50 Euro), viel gelbe Frucht, etwas Birne, frisch und cremig. Erzielt wird dies durch einen zehnprozentigen Anteil von im mehrfachbelegten Barrique ausgebauten Wein.

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(C) Stephan Nied

 

Cremig – Weingut Ackermann

Die Fassprobe des Sauvignon Blanc No. 1, der mit 97°Oechsle im 300 l Holzfass in Erstbelegung ausgebaut wurde, war noch recht verschlossen, jedoch kann man das Potential, das in diesem Wein wohnt, schon deutlich schmecken. Der Ilbesheimer LANDSCHNECKENKALK (ca. 8 Euro) war mein großer Favorit bei den Weißburgundern, mit 100° Oechsle gelesen, überzeugt dieser Ortswein mit viel Birnenfrucht und etwas Karamell, seiner Cremigkeit und einer super Länge.

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Frank Ackermann , (C) Stephan NIed

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(C) Stephan NIed

 

Mineralisch – Weingut Klosterhof

Hier gefielen mir die beiden Zellertaler Ortsweine WEISSBURGUNDER und CHARDONAY (8 Euro) sehr gut. Durch den Stil von Stephan Schwedhelm, in Kombination mit den von Kalk und Ton durchsetzen Südhängen des Zellertals gelingen hier besonders eigenständige Burgunderweine die kristallklar, schlank und mineralisch und doch auch mit zarten Schmelz behaftet sind.

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Stephan Schwedhelm , (C) Stephan NIed

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Zellertal Weissburgunder Schwedhelm (C) Stephan NIed

Als Gast war das Weingut Knebel aus Winningen / Mosel zu Gast. Hier gab es vier sehr interessante Rieslinge aus verschiedenen Steillagen zu probieren. Besonders hervorheben möchte ich hier den STERNBERG (18 Euro) mit 25 g/l Restzucker aus über 70 Jahre alten wurzelechten Rebstöcken mit einer schönen, von Schiefer geprägten, feinfruchtigen Mineralität. Besonders dicht und würzig war der Riesling UHLEN (25 Euro) mit seiner salzigen Mineralität und einem kraftvollen Körper.

Fazit:

Die Jungweinprobe der Pfälzer VDP Spitzentalente war eine gelungene Veranstaltung, die einem die ganze Bandbreite der Pfalz vom Süden bis in den Norden des Zellertales aufzeigte.

Der Jahrgang 2014 stellte die Winzer im Weinberg vor viele Herausforderungen, die sie dank schlagkräftiger Lese und guter Selektion hervorragend gemeistert haben. Wie ich bei dieser und anderen Jungweinproben feststellen konnte, können sich die Weinfreunde auf harmonisch frische und gehaltvolle Tropfen des neuen Jahrgangs freuen. Wie immer, wird sich erst in ein paar Jahren wirklich zeigen, ob 2014 ein wirklich großer Weinjahrgang ist.  Demnächst berichte ich euch auch noch von der VDP. Jungweinprobe in Forst.

2014er Fassweinprobe im Weingut Weik

VDP. Jungweinprobe in Forst

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