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Probe bei Bassermann-Jordan

By Stephan Nied

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Bassermann-Jordan Jesuitengarten © Stephan Nied

Die 13. NWf Weinprobe fand in diesem renommierten Weingut in Deidesheim statt und startete mit einer Führung durch den historischen Weinkeller, der heute fast nur noch für Führungen und zur Sektherstellung verwendet wird.

Zum Gut gehören 49ha Rebfläche in 20 Einzellagen. Davon ein Drittel in Spitzenlagen wie Hohenmorgen, Kirchenstück, Jesuitengarten und Pechstein.

Bei Bassermann-Jordan wird durch die Anwendung biologischer Anbaumethoden und natürlichen Präparaten für den Pflanzenschutz ein naturnaher, nachhaltiger Wein produziert.

Sehr gelungen war schon der Einstiegswein „Riesling VDP.Gutswein 2014“ der mit ca. 80.000 Flaschen ein Rückgrat des Weingutes bildet.

Meine Favoriten waren der saftig-cremige „Riesling VDP.Erste Lage Deidesheimer Grainhübel 2014“, der „von Bassermann-Jordan >Auf der Mauer< Riesling VDP.Gutswein 2014“, der keine Lagenbezeichnung ist, sondern einen Weintyp darstellt, der aus Junganlagen von verschiedenen GG Lagen stammt und teilweise im Holz und Stahl mit Einsatz der Batonnage (aufrühren der Hefe) ausgebaut wurde. Beide für 17 Euro mit sehr gutem Preis-Genussverhältnis.

Ein weiteres Highlight war der „von Bassermann-Jordan >PROBUS< Riesling Reserve 2012“ (49 Euro 7 0,75L), von dem nur ein einziges Stückfass (1200 Liter) produziert wurde. An der Nase schöne Obstaromen. Etwas Aprikose, und die typische leicht rauchige Mineralität der Lage Pechstein, aus deren besten Partien die Trauben dafür selektioniert wurden. Am Gaumen cremig und dicht und gut strukturiert. Lang im Abgang. Dieser Wein hat sicherlich ein großes Reifepotenzial. Benannt ist er nach dem römischen Kaiser Probus, dem Förderer des Weinbaus in den römischen Provinzen, und gewidmet ist er Achim Niederberger, dem 2013 verstorbenen Besitzer des Weingutes.

Insgesamt waren alle Weine sehr schön, wobei der „von Bassermann-Jordan >PITHIUM< Amphorenwein 2013“, (29 Euro 7 0,75L) doch polarisiert. Er wird in der Tonamphore aus Grauer Burgunder & Gewürztraminer ausgebaut. Der Name Pithium stammt von dem altgriechischen Wort „Pithos“ ab, welches ein irdnes Gefäß beschreibt, das zur Weinherstellung und Aufbewahrung verwendet wurde. Er duftet nach Litschi, ist hell-orange in der Farbe mit einer rüstigen Struktur – durch den langen Schalenkontakt und den Ausbau im Tongefäß. Der Wein zeigt sich jetzt markant und würzig.

Das Weingut spendet den kompletten Unkostenbeitrag inkl. Spenden der NWf Mitglieder von  515 €, die Gunther Hauck auf 550 € aufstockte, an das hospiz-neustadt.de. Auch die NWf-eigene Spendenaktion für die Flüchtlinge in Neustadt wurde mit 134 € aufgestockt.

Vielen Dank für eine hervorragende Weinprobe.

www.bassermann-jordan.de

Bisherige monatliche Weinproben der Neustadter Weinfreunde:

12. Schwarztrauber
11. Weegmüller
10. Odinstal
9. Weingut von Winning
8. Rebenhof Kappner
7. Sektgut Andrés & Mugler
6. Weingut Christmann
5. Oliver Zeter
4. Weingut Weik in Mussbach
3. Weingut Bergdolt-Reif & Nett in Duttweiler
2. Weingut Johann F. Ohler in Gimmeldingen
1.Weingut Leonhard Zeter in Diedesfeld

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