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Weinbewertungen: PAR Bewertungssystem

Wie unterscheiden sich die diversen Weinführer, Wettbewerbe und Bewertungssysteme? Nachdem wir hier erfahren haben, wie der Gault Millau Pfalz verkostet, berichtet heute Martin Darting über das PAR System:

PAR Bewertungssystem

logoPAR ist eine Methode für Leute, die genauer wissen wollen, wie ein Wein schmeckt und warum ein Wein besser oder schlechter beurteilt worden ist.

Mit dem standardisierten Geschmacksprofil von PAR lässt sich sehen, wie ein Wein schmeckt, es lassen sich ähnliche miteinander vergleichen und vor allem weiss man durch die inhaltsstoffliche, sensorische Analyse warum die Beurteilung gut oder schlecht ausgefallen ist. Das interessiert Verbraucher gleichermaßen wie Winzer und Händler.

PAR wurde als Analyse Methode im Qualitätsmanagement entwickelt und wird heute u.a. auch bei internationalen Prämierungsverkostungen, bei der Produktentwicklung, Food-Pairing, Überprüfungen von Abweichungen/Veränderungen und allgemein in der Qualitätssicherung eingesetzt.

PAR arbeitet inhaltsstofflich und fragt nicht nach persönlichen Vorlieben und Assoziationen, sondern mit PAR lassen sich sensorische Ereignisse dokumentieren.
So erhält man eine recht objektive Information darüber, wie ein Wein schmeckt und wie seine Beurteilung in Punkten zustande gekommen ist.

Üblicherweise vergeben Weintester Punkte oder Noten. Damit bewerten sie, wie gut ein Wein ihnen gefallen hat. Wenn Weine dabei gut abschneiden – schön. Wenn nicht, hat der Winzer hingegen keinen Anhaltspunkt, auf welchen Kriterien die Bewertung beruht. Dementsprechend wissen Sie auch nicht, was geändert werden muss, um künftig besser bewertet zu werden.

Das ist bei PAR anders. Die Verkostungsmethode PAR – Produkt Analyse Ranking – setzt sich in Fachkreisen immer stärker durch. Denn PAR basiert auf transparenten Kriterien und wird übersichtlich dokumentiert. Auf einen Blick sehen Winzer, Weinhändler und Endkunden, welche Ausprägung ein Wein hat.

PAR wird von qualifizierten Weinfachleuten ausgeführt. Eine Zusatzausbildung nach PAR ermöglicht es ihnen, neutral an die Weine heranzugehen; persönliche Vorlieben bleiben außen vor. Die Verkostungen sind durch die umfangreichen objektiven Kriterien aufwändiger als sonst üblich.

Das Besondere an PAR ist, dass sich die Verkoster zuerst an objektiven Kriterien wie Säure, Süße etc. orientieren. Im zweiten Schritt beurteilen sie diese Kriterien immer bezogen auf den Wein, der zu prüfen ist. Die reiche Kenntnis der Verkoster über Sorten und Herkunft hilft dann, den Wein nach diesen Kriterien mit Punkten zu bewerten. Berücksichtigt wird auch, ob der Wein in den Markt passt.

Ziel ist es, Qualität nachvollziehbar zu machen und den Wein so besser verkaufen zu können.

Die Bewertungen aus den Weinwettbewerben können auf der Homepage abgerufen werden.

www.par-system.de

 

So arbeitet der Gault Millau Weinguide Pfalz: hier lesen.

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