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Die Speyerer Brezel ist die beste

Haben wir Brezel Connaisseure hier? Insider behaupten, dass die Speyerer Brezeln die besten im ganzen Umkreis seien. Stimmt das?

Dass die von Berzel ganz ausgezeichnet munden, will ich gerne bestätigen! Und dass hier jemand aus Leidenschaft Tradition bewahrt und auch Arbeitsplätze rettet, das ist mindestens ein Blogbeitrag wert.

brezeln

© Brezel Berzel

Wenn ein Bankkaufmann die Branche wechselt, ist das derzeit nicht mal sehr verwunderlich. Aber in Brezeln zu investieren? Patrick Blau, der dieses Frühjahr die Brezelbäckerei seiner Tante übernommen hat, ist da wahrscheinlich die Ausnahme.

Gegründet wurde der Traditionsbetrieb einst vom Großvater des jungen, dynamischen Bankers, der nicht zulassen konnte, dass bei der einzigen noch erhaltenen Bäckerei ihrer Art nun der Ofen ausgehen sollte. Anstatt auf die Börsenkurse richtet er heute all seine Energie auf Backstube und Organisation des Verkaufs. Drei Verkaufsstände entlang der schönen Maximilianstraße in Speyer wollen bestückt werden mit den außen knusprigen und innen wunderbar ‚fluffigen‘ Backwaren. Außer der Familie arbeiten zwei Bäcker mit und die Verkäuferinnen in den Ständen. Beliefert wird auch die Gastronomie und in Kantinen sind sie zu finden, die Berzel Brezeln.

Perfekt für Weingüter und Weinproben?

Ohne Konservierungsstoffe, von Hand geschlungen und täglich frisch gebacken! Weit entfernt also von aufgebackener Massenware, wie wir sie in den Supermärkten sehen. Auch er habe das Angebot erhalten, Teiglinge aus dem Ausland billiger zu beziehen. Aber genau das lehnt Patrick Blau kategorisch ab. Wie viele im Monat gebacken werden, wird nicht verraten. Tipp: über 1000 sind es. Soviel ist zu erfahren. Brezel ist nicht gleich Brezel, die Varianten sind reich an der Zahl, über Körnerbrezel und Käsebrezel zu Kinderbrezeln oder die belegte Riesenbrezel für zehn Personen. Ganz neu: Käse-Speck Taler, die Fitnessfraktion bitte weghören. Preise ab 0,60 €.

Und mein Tipp: Das Brezelweckmehl – Fish & Chips wird damit zum besonders knusprigen Genuss! So lecker!

Die genaue Herkunft der Brezel, die als Wahrzeichen des Bäckereihandwerks gilt und uns überall in Logos sowie Bäckereischildern begegnet, scheint unklar. Laut Wikipedia galt sie ursprünglich als christliche Fastenspeise. Doch gibt es auch Überlieferungen, denen nach sie als Ersatz für im Jahr 746 verbotene heidnische Backwaren gegolten haben soll. Die regionale Zuordnung lässt sich an der Form erkennen, je nach Höhe des Ansatzes der Ärmchen. Der Name ist übrigens eine Ableitung vom lateinischen brachium, der Arm – erinnert ihre Form doch an verschränkte Arme.

Seit 2014 haben die Bayern ihre „Bayerische Brezn“ als geographisch geschützte Bezeichnung eingetragen. Aber dafür feiert man in Speyer das berühmte Brezelfest.

Die Speyerer sagen, keine andere Brezel der Region kann jener aus Speyer das Wasser reichen. Am besten aber reichen wir sie zu Wein! Denn gibt es einen Wein, der nicht zur perfekten Brezel passt?

www.brezel-berzel.de

3 replies »

  1. Den „Banker“ kann ich in mehr als einer Hinsicht gut verstehen – eine Familienbäckerei nicht aussterben zu lassen, erst recht bei den Brezen. Ein hübscher Teaser, um Speyer endlich einmal auf die Reiseliste zu setzen. Danke für den Tipp zur Bäckerei, der macht neugierig, hab die Facebook-Seite gleich mal geliked und bin gespannt auf die kommende Website der Bäckerei Berzel. LG Liz

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